Nehmen Sie Platz: Fahrersitz oder Beifahrersitz?

Immer dann, wenn Sie sich mit der Zukunft beschäftigen werden Sie feststellen, dass Sie hin und wieder auf dem Beifahrersitz Platz nehmen müssen. Lesen Sie nachfolgend, welche unterschiedlichen Grundszenarien es gibt und wie Sie damit umgehen können.

Generell wird bei der Erarbeitung von Szenarien zwischen solchen mit externen und internen Einflussfaktoren unterschieden. Als Einflussfaktor gelten Größen, deren Status und/oder Veränderung Auswirkungen auf Ihr Geschäftsmodell haben.

Ein Szenario das überwiegend oder sogar ausschließlich externe, also von Ihnen nicht steuerbare Umfeldgrößen beinhaltet, bezeichnet man regelmäßig als Umfeldszenario. Ein Szenario in dem ausschließlich interne Steuergrößen berücksichtigt werden stellt die gegensätzliche Perspektive da und wird als Lenkungsszenario beschrieben. In einem Lenkungsszenario können alle Größen direkt vom Unternehmen beeinflusst werden. Eine Mischform stellen die sogenannten System Szenarien dar, in denen sowohl externe Steuergrößen als auch interne Größen berücksichtigt werden. Ein solches Szenario bildet also das gesamte System ab.

Zum Schluss noch ein Hinweis zu den Begrifflichkeiten „steuern“ und „beeinflussen“. Viele der externen Einflüsse auf Ihr Geschäftsmodell, z.B. die Zinspolitik der EZB oder Einfuhrbeschränkungen eines Landes aber auch Steuersätze und die Gesetzgebung können Sie definitiv nicht steuern. Sie sitzen hier nicht auf dem Fahrersitz und haben gleichbedeutend nicht das Lenkrad in der Hand.

Gleichwohl unterschätzen viele Unternehmen im Rahmen der von uns regelmäßig durchgeführten Strategie-Workshops die Macht der „Einflussnahme“. Sie ist gleichbedeutend zu sehen mit der Autofahrt auf dem Beifahrersitz. Natürlich sitzen Sie in diesem Fall nicht am Lenkrad – aber niemand verbietet Ihnen, „aktiv“ mitzufahren, Hinweise auf Gefahren zu geben, sich auf die nächste Kreuzung oder Kurve mental vorzubereiten und den Fahrer bei seiner Arbeit zu unterstützen. In dem Sie Ihren Einflussbereich kontinuierlich vergrößern, kommen Sie immer häufiger an das Lenkrad heran. In diesem Sinne sind Umfeld- und Lenkungsszenario gleichermaßen wichtig für die Strategie auch im Hinblick auf ihre Steuerbarkeit und Beeinflussbarkeit.

Wenn Sie Antworten auf Ihre konkreten Vertriebsfragen suchen, dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf: office@cramer-mueller-partner.de

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Grundlage einer guten Vertriebsstrategie: die Einschätzung der Zukunft

Basis einer guten Vertriebsstrategie ist die Einschätzung des Managements über die Zukunft externer und interner Faktoren. Hier kommt regelmäßig das sogenannte „Szenario Management“ zum Tragen. Wir wollen in einer losen Serie von Blogbeiträgen in den nächsten Wochen über die Kern-Elemente eines strukturierten Szenario-Managements berichten und Ihnen konkrete Hinweise für die Umsetzung in der Praxis geben. In unserem ersten Beitrag beginnen wir mit einer Abgrenzung häufig verwechselter Begriffe.

Zunächst einmal gilt es den Unterschied zwischen einer Prognose und einem Szenario zu beschreiben. Eine Prognose bezieht sich auf die Fortschreibung bereits vorhandener Informationen und Daten. Sofern es sich um die quantitative Fortschreibung handelt, also zum Beispiel die Fortschreibung einer bisherigen Wachstumsquote für den Umsatz einer Sparte, spricht man regelmäßig von einer sogenannten Extrapolation. Die Fortschreibung qualitativer Informationen hingegen wird als Trend bezeichnet. Eine Prognose kann somit auch als eine Fortschreibung der Gegenwart auf Basis bekannter Faktoren bezeichnet werden. Ganz wichtig: Eine Prognose beschreibt regelmäßig nur EINE mögliche Zukunft.

Anders hingegen verhält es sich mit den sogenannten Szenarien. Szenarien beschreiben VERSCHIEDENE mögliche Zukunftsmodelle. Sie basieren auf der Vernetzung von zuvor definierten Trends und Extrapolationen.

Sowohl Extrapolationen als auch Trends und Szenarien können grundsätzlich eine gute Grundlage für den Aufbau einer Vertriebsstrategie bedeuten. Dies hängt immer von Ihrer individuellen Ausgangslage ab.

Während die Extrapolation als quantitativer Teil der Prognose eine zumeist noch recht einfache Fortschreibung ihrer bisherigen Vertriebserfolge sein kann und die qualitative Marktbeschreibung die nötigen Trends liefert um darauf in Zukunft zu reagieren, verknüpft das Szenario Management beide Felder zu möglichen und damit zukunftsoffenen Entwicklungen.

Auf der Basis des Szenario-Managements lassen sich anschließend unterschiedliche Entwicklungen versuchen zu beschreiben und zu bewerten um darauf basierend Aktivitäten zu gestalten. Das Szenario Management entwirft also alternative Zukunftsbilder die dem Management helfen sollen, die Zukunft besser zu verstehen.

Bei alldem bleibt eins wichtig: Es geht nicht darum, die Zukunft vorher zu sagen sondern sie voraus zu denken.

Sie haben Fragen zu diesem Beitrag? Nutzen Sie die Kommentarfunktion am Seitenende oder nehmen Sie telefonisch Kontakt mit uns auf.

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Wir organisieren Ihren Betriebsvergleich

Sie suchen einen Partner für einen aussagekräftigen Betriebsvergleich? Dann sind wir Ihr Ansprechpartner. Durch unsere Erfahrung in der Durchführung vieler verschiedener Betriebsvergleiche von Verbänden, Banken und Herstellern, bringen wir die nötige Expertise mit, damit auch Ihr Betriebsvergleich zum Erfolg wird.

Aktuell bereiten wir für den Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland (BVCD e.V.) einen Betriebsvergleich für alle Mitglieder vor. Wie wir hier vorgehen erfahren Sie in diesem Video:

https://www.youtube.com/watch?v=fb1vp9b59PU&t=3s

Sollten Sie weitergehende Informationen benötigen, verweisen wir Sie gerne auf unsere Seite www.betriebsvergleich-im-mittelstand.de.

Selbstverständlich dürfen Sie uns auch telefonisch (+49 (0)69 / 15 04 35 28 10) kontaktieren oder uns eine Nachricht zukommen lassen. 

 

 

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Wie trends uns nutzen… und wie sie uns verwirren

"The Trend is your friend..." aber jeder Trend hat einen Gegentrend und ist irgendwann zu Ende. Es besteht nach wie vor der Wunsch nach Verlässlichkeit. Dies äußert sich darin, dass wir uns "verlässliche lineare Trends" wünschen. Das führt aber zwangsweise zu Enttäuschungen.

Wenn man Trends als System betrachtet und die Strömungen, Gegenströmungen und daraus entstehenden neuen Strömungen akzeptiert, dann können Entwicklung früher verstanden und antiziert werden. Widersprüche und Spannungsfelder sind hierbei genauso wichtig wie die Trendrichtung. Gerade aus den Widersprüchen (These-Antithese) ergeben sich neue Modelle (Synthese).

Diese neuen Modelle verbinden bisher widersprüchliches in ein neues Denkmuster. Diese neuen Denkmuster sind attraktiv, da sie eine Lösung für diese Widersprüche anbieten. Trends werden häufig auf das "technisch Machbare" beschränkt. Tatsächlich spielen aber viele Einflussfaktoren eine Rolle bevor diese Trends tatsächlich unsere Wirklichkeit verändern. Erst die Anwendung durch die Mensch, die Gewinnung einer kritischen Aufmerksamkeit und die Überwindung von typischen Krisen führen dazu, dass Trends für uns relevant werden.

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Consulting + X als Leistung

Diese Woche stellen wir Ihnen kurz das letzte „Produkt“ des Leistungsportfolios zukünftiger digitaler Unternehmensberatungen vor, welches unter dem Begriff „Consulting + X“ grassiert. Was darunter zu verstehen ist, erfahren Sie in diesem Blog-Beitrag.

Die Grenzen der Unternehmensberatung verschwimmen immer mehr. Inzwischen existiert in nahezu allen Branchen ein Beratungsangebot für die Auswahl, den Betrieb, den Ausbau oder die Verwertung von Produkten und Dienstleistungen. Die Beratung soll hierbei kein lukratives Profit-Center sein, sondern den Absatz der Produkte und Dienstleistungen unterstützen. Die Kunden gewöhnen sich zunehmend an diesen Embedded-Consulting-Ansatz. Zwar hat diese Art der Beratung eine „Hidden Agenda“, aber sie wird den Markt immer stärker bestimmen.


Doch es gibt einen weiteren Grund dafür, dass sich Unternehmensberatungen mit „beratungsfernen Leistungen“ auseinandersetzen müssen: Nur wenn die Umsetzung reibungslos funktioniert, ist es möglich, Do-how und eine erfolgsabhängige Vergütung anzubieten. Daher müssen Unternehmensberatungen ihr Portfolio erweitern, gerade durch den Druck der digitalen Transformation. Die Dienstleistungen, die für die Umsetzung der Konzepte gefragt sind, müssen entweder selbst angeboten oder über einen Kooperationspartner bedient werden. Die Angebote sollten hier nahtlos ineinander greifen.


Die Beratung wird also nicht mehr vollständig von den eigenen Beratern abgebildet, sondern von einer Vielzahl externer Spezialisten. Diese Spezialisten müssen im Übrigen nicht zwangsläufig Berater sein. Sowohl die Unternehmensberatung, als auch die Kunden profitieren von einem Austausch zwischen Unternehmern durch Netzwerkeffekte. Hier hat der Unternehmensberater die Aufgabe, die virtuellen Netzwerke zu kennen und die richtigen Partner zu vermitteln.


Durch die erfolgsabhängige Bezahlung ist auch die Grundlage dafür geschaffen, dass man „miteinander wächst“. Gemeinsame Tochtergesellschaften (Joint-Venture-Gesellschaften des Kunden und der Beratung) können die Wertschöpfungskette für beide Seiten erweitern. Man verdient also miteinander und nicht aneinander.


Einige Beispiele hierfür können die Erschließung von neuen Marktsegmenten sein oder die Bereitstellung von Beratungsleistungen als Teil des Produktbündels des Kunden.


Falls Sie weiterführende Informationen zu diesem interessanten Thema wünschen oder wissen wollen, welches „X“ in Ihrer Unternehmung Sinn macht, melden Sie sich einfach unverbindlich bei uns. Anschließend können wir in kurzer Zeit einen Termin zu einem Kaffee abstimmen.

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cramer müller & partner