Was habe ich als Unternehmer von einem extern moderierten Workshop?

Viele Unternehmer fragen uns, warum sie einen externen Moderator buchen sollen. Bei den vielen Fach- und Führungskräften im Unternehmen kann man das doch auch selber machen, oder? Ja und nein zugleich …

Bei der Diskussion, ob ein Workshop extern moderiert werden sollte, gilt es 3 Punkte zu berücksichtigen:

1. Sicherlich kann eine gut qualifizierte interne Fach- oder Führungskraft das nötige Know-how haben, um einen Workshop zu moderieren. Wie aber bereits in einem unserer ersten Blogbeiträge zum Thema Moderation ausführlich erläutert, sind zu viel Fachwissen oder Interna für einen Moderator eher hinderlich. Ein Moderator muss sich auf den Diskussionsverlauf konzentrieren können und darf nicht über eigene fachliche Beiträge nachdenken und so abgelenkt werden.

2. Zudem benötigt ein Moderator die nötige Akzeptanz der Teilnehmer in der Gruppe. Da typischerweise noch immer sehr hierarchisch geprägte Gruppenzusammensetzungen vorherrschen, darf der Moderator nicht zu weit oben oder unten angesiedelt sein. Ist er zu weit oben angesiedelt, wird es ihm schwer fallen, als Moderator aus seiner angestammten Entscheider-Rolle raus zu gehen. Ist eher in der Kette zu weit unten angesiedelt, wird ihm ggf. die nötige Akzeptanz in der Gruppe fehlen. Das macht es schwierig, intern den passenden Moderator zu finden. Ein externer Moderator hat dieses Problem per se nicht.

3. Ein drittes Argument für eine externe Moderation ist die oftmals fehlende Zeit bei den internen Kräften für die entsprechende Vor- und Nachbereitung eines Workshops. Diese Arbeiten werden oftmals zeitlich unterschätzt. Eine gute Vorbereitung beginnt damit, dass man sich ausführlich mit der Zielsetzung des Workshops auseinandersetzt und die Teilnehmer rechtzeitig einbindet. Auch die zeitnahe Dokumentation der Workshop-Ergebnisse und die Bereitstellung an die Teilnehmer inklusive einem Aufgaben-Protokoll ist elementar und sollte sehr schnell erfolgen. Das bekommt der ins Tagesgeschäft eingebundene interne Mitarbeiter oftmals nicht geleistet.

In unserem nächsten Beitrag beschäftigen wir uns mit den acht Elementen einer guten Moderation.

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